Grünes Licht für das Casino Holubice

EDP investiert in die Eröffnung eines neuen Casinos, das sich in Holubice, nur 8 km Luftlinie entfernt von der Firmenzentrale in Komořany befinden wird. Das Casino, das in einer ursprünglich als Autosalon konzipierter Gewerbeimmobilie betrieben wird, stellt nur die erste Phase eines umfassenden Vorhabens dar. In dieser Lokalität an der Ausfahrt 210 von der Autobahn D1 werden schrittweise ein Hotel mit Restaurant und ein Einkaufszentrum entstehen. Das verwahrloste, brach liegende Grundstück wird endlich wieder effektiv genutzt und aufgewertet.

Im Casino sollten bei der Eröffnung an die 100 Spielautomaten und dazu die entsprechende Zahl an Spieltischen stehen. Selbstverständlich kommen die modernsten Technologien zur Anwendung, die im Rahmen der NOVOMATIC Gruppe entwickelt und hergestellt werden, inklusive des Registrierungssystems, das die Spieler anhand deren Fingerabdrücke identifiziert. Die Lage wurde logischerweise aufgrund der Nähe zur Autobahn D1 ausgewählt. Aktuell wird das Gebäude saniert, wobei das Casino in der zweiten Jahreshälfte die ersten Besucher begrüßen sollte.

Tadellose Zusammenarbeit mit der Gemeinde

Der erste Schritt, ohne welchen die Investition in diese lukrative Immobilie in Höhe von Hunderten Millionen CZK nicht möglich gewesen wäre, waren die Verhandlungen mit der Gemeinde Holubice. Die Kommunikation mit dem Bürgermeister und den Mitgliedern des Stadtrates wurde bereits 2017 aufgenommen. Eines der wichtigsten Kriterien bei der Beurteilung seitens der Gemeinde sind natürlich die Steuereinnahmen in den eigenen Haushalt, die gemäß der aktuellen Gesetzeslage und der geplanten Anzahl von Spielautomaten die Grenze von zehn Millionen CZK pro Jahr überschreiten sollten.

Dieses Geld wird in der Gemeinde dringend gebraucht: In Holubice steigt die Einwohnerzahl steil an (rund 900 Personen sind dort mit ihrem Hauptwohnsitz gemeldet, doch weitere Hunderte Personen sind dort wohnhaft). Es wurden mehrere Wohnhäuser errichtet, doch die Infrastruktur hinkt diesen Bauvorhaben hinterher. Die Kläranlage muss erweitert werden, es fehlen freie Plätze im Kindergarten und der Grundschule und es müssen Gehsteige und Parkplätze errichtet werden. Dies alles sollte aus den Einnahmen aus dem Casino-Betrieb gedeckt werden. Wobei das Casino nicht in direkter Nachbarschaft zu der Gemeinde stehen wird, im Gegenteil ist es davon mehrere Hundert Meter sowie durch den Bau der Autobahn D1 entfernt.

Unter Berücksichtigung dieser Bedingungen stimmten der Bürgermeister und die Mehrzahl der Stadträte dem Casino zu, die auch den Vertrag über den Schutz der Investition seitens EDP unterzeichneten. Die Grundlage des Vertrags bildet die Verpflichtung, dass falls die Gemeinde das Vorhaben, ein vollwertiges Casino zu betreiben, unmöglich machen oder abwerten sollte, sie dem Investor die Investition zurückgeben müsste. Auch nach den Gemeindewahlen im Herbst 2018 blieb die positive Einstellung der Gemeinde zum Casino unverändert.

Casino-Gegner konnten die Bürger nicht überzeugen

Obwohl das Casino-Projekt bereits 2017 vorbereitet und das Vorhaben von den Stadtvertretern verhandelt wurde, brach kurz vor den Gemeindewahlen eine öffentliche Debatte aus, an welcher auch die Bürgermeister mehrerer Nachbarorte teilnahmen. Diese behaupteten, dass das Casino die Kriminalität fördern und die Einwohner durch Spielsucht gefährden würde. Hierbei ignorierten sie die Tatsache, dass in der Nähe mehrere Casinos problemlos funktionieren und seit dem Inkrafttreten des Glücksspielgesetzes niemand mehr das Casino tatsächlich betreten muss, dass alle Casino-Spiele zu gleichen Beträgen ganz legal als Online-Versionen von mehreren großen Unternehmen, inklusive dem tschechischen Marktführer Sazka, angeboten werden.

In Holubice entstand ein Petitionsausschuss, dessen Mitglieder zunächst anonyme Flyer in die Briefkästen ihrer Mitbürger verteilten, in welchen unter anderem stand, dass das Spielen in Casinos der Einnahme von harten Drogen gleich stehen würde. Danach gingen sie von Tür zu Tür und sammelten Unterschriften für ihre Petition, die ein örtliches Referendum forderte. Üblicherweise stellten sich auch die Medien auf die Seite der Petition und gegen das Casino, die noch immer von der Situation vor fünf Jahren ausgehen, als Spielhallen häufig zum Ortsbild vieler historischer Hauptplätze gehörten.
Im Unterschied zu ähnlichen landesweiten Gemeinde-Referenden, die ein Verbot für Spielhallen und Casinos forderten, wandten die Autoren diesmal eine schlaue Taktik an: Sie verlangten nicht das Verbot des Casinos, sondern nur, dass keine Spielautomaten betrieben werden dürften. Doch gerade diese sind entsprechend ihrer Anzahl für die Gemeindeeinnahmen von größter Bedeutung. Die Mehrzahl der Casinos in der Tschechischen Republik sowie weltweit bietet den Spielern die Wahlmöglichkeit zwischen Spieltischen und Spielautomaten. Ohne diese Möglichkeit wäre kaum ein Casino-Vorhaben sinnvoll.

EDP reagiert auf die schlechte Publicity durch die Veröffentlichung einer Informationsbroschüre, die sowohl unser Unternehmen als auch das künftige Casino vorstellte. Daneben nahmen die Vertreter an der Diskussion mit dem Bürgermeister sowie dem Petitionsausschuss teil, an der Juristen und weitere Experten von NGOs aus Prag und Brno teil, um die Einwohner von der „richtigen“ Meinung zu überzeugen. Zu dieser Debatte wurde EDP als Investor jedoch leider nicht zugelassen.

Unter diesen Bedingungen fand zusammen mit der EU-Wahl Ende Mai auch das lokale Referendum statt, das ganz eindeutig ausfiel. Zwei Drittel der Einwohner kamen zur Wahl, von denen sich ganze 67 % für ein vollwertiges Casino mit Spieltischen sowie Spielautomaten aussprachen. Das geplante Casino wird daher erfolgreich umgesetzt.

Schlusswort

Der Fall Holubice zeigt, dass wenn in der Casino-Branche ein bedeutendes, seriöses Unternehmen wie EDP tätig ist, ein hochqualitatives Vorhaben plant und darüber detailliert mit dem Gemeinderat und den Bürgern kommuniziert, können viele Vorurteile abgebaut, oft unwahre Informationen aufgeklärt und die Menschen davon überzeugt werden, dass ein Spitzen-Casino eine standardmäßige Unternehmenstätigkeit mit Mehrwert für die Stadt oder Gemeinde darstellt.